Verfasst von Deutscher Konsu... am So, 2010-08-29 08:15
Transparenz statt Bevormundung - Wettbewerb statt Monopol
Der Deutsche Konsumentenbund hat sich folgendes Leitmotiv gegeben.
Selbstverständnis
Der Deutsche Konsumentenbund sieht sich als unabhängige Einrichtung zur Förderung und Wahrnehmung der Verbraucherinteressen und zur nicht gewerbsmäßigen Beratung von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Dies dient seinen Mitgliedsverbänden zur Erreichung dieser Ziele. Er ist auch eine europäische Selbsthilfeeinrichtung der Verbraucherschaft: etwa ein Drittel Ihrer Mitglieder hat ihren Wohnsitz nicht in Deutschland.- Transparenz als Ziel des Verbraucherschutzes
Im Bereich des Verbraucherschutzes besteht eine Disparität zwischen Regelungsdichte und Transparenz: nicht mehr Regeln sollten das Ziel sein, sondern mehr Transparenz durch bessere Regeln. - Wettbewerbspolitik ist Verbraucherschutzpolitik
Leitbild der Arbeit der Deutsche Konsumentenbund ist dabei insbesondere die Förderung des freien Leistungswettbewerbs zum Wohle aller Verbraucher durch Stärkung der Markttransparenz im Dienste einer symmetrischen Informationsverteilung zwischen Nachfragern und Anbietern, wobei den ökologischen und sozialen Auswirkungen der Verbraucherentscheidung besonderes Gewicht zu kommt. - Medizinische Leistungen sind marktgängige Güter besonderer Art
Arzneimittel, Medizinprodukte und Gesundheitsleistungen stellen besondere Leistungen dar, die eine besondere Regulierung rechtfertigen und von den Anbietern ein besonderes Maß an Sorgfalt, getragen von Verantwortung für die Verbraucherinnen und Verbraucher, verlangen. - Lebensmittel
Lebensmittel bedürfen besonderer Transparenz. - Freier Handel
Freier Handel (den der Deutsche Konsumentenbund ausdrücklich unterstützt) ist dabei nicht das Problem, sondern die Lösung, wenn er mit mehr Markttransparenz einher geht. Protektionismus ist hingegen gemeinwohlschädlich. Formen des Protektionismus sind einzig durch den Aspekt der körperlichen Unversehrtheit und des Gesundheitsschutzes zu rechtfertigen. - Die Freiheit des Konsumenten
Nur derjenige Konsument ist frei, der seine Freiheit auch nutzt. Es ist an den Konsumenten, sich vor einer Entscheidung kritisch mit einzelnen Produkten auseinanderzusetzen. Zur freien Entscheidung gehört die Möglichkeit, zwischen Alternativen wählen zu können. Jeder Konsument hat daher ein Grundrecht auf Wettbewerb. Preise sollten sich stets im Wettbewerb bilden, Monopole und Kartelle sind stets zum Nachteil der Konsumenten. - Verantwortungslose Arbeitsbedingungen als Wettbewerbsfaktor
Weil Freiheit nicht teilbar ist, beeinträchtigen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen auch in weit entfernten Ländern (wenigstens mittelbar) die Arbeitsbedingungen in Europa, z. B. weil sich Herstellern, die sich nicht an Mindestnormen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen halten, so einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschaffen. - Transparenz staatlichen Handelns
Soweit der Staat als Anbieter am Markt auftritt hat er maximale Transparenz walten zu lassen. Es ist ein hohes Prinzip, dass der Staat Rechenschaft über die Verwendung des Vermögens seiner Bürger legen muss. Tritt der Staat als Nachfrager auf, darf er seine Marktmacht nicht missbrauchen.
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